Ratgeber · Autarkie

Heizen ohne Strom, ohne CO-Risiko

Zuerst Wärme bewahren, dann sich ausstatten, und ein einziges absolutes Verbot: niemals Verbrennung ohne Belüftung.

Aktualisiert am 16. September 2026Lesezeit: 6 Min.Offizielle Quellen am Seitenende
Kurz gefasst

Bevor Sie ein Zusatzheizgerät suchen, bewahren Sie zunächst die bereits vorhandene Wärme: Fensterläden schließen, Fenster isolieren, sich in einem einzigen Raum versammeln. Nutzen Sie ein Gas- oder Petroleum-Zusatzheizgerät, tun Sie es zeitweise (etwa 2 Stunden), in einem belüfteten Raum, niemals durchgehend oder zum Schlafen. Ein Notstromaggregat läuft niemals im Inneren: es ist die häufigste Todesursache durch versehentliche Vergiftung im Haushalt in Frankreich.

Die Hierarchie, die funktioniert

  1. Die bereits vorhandene Wärme bewahren

    Die sicherste und günstigste Lösung: Verluste begrenzen, bevor man versucht, Wärme zu erzeugen.

  2. Sich in einem einzigen Raum versammeln

    Kleiner zu heizen, leichter zu isolieren, und einfacher zu überwachen.

  3. Sich als letzten Ausweg mit einem sicheren Zusatzgerät ausstatten

    Immer mit Belüftung, niemals durchgehend, niemals für die Nacht.

Wärme bewahren, bevor man heizt

Sich sicher mit einem Zusatzheizgerät ausstatten

Wird ein Gas- oder Petroleum-Zusatzgerät notwendig, geben die Gesundheitsbehörden (Präfekturen, ARS) genaue Regeln vor:

RegelWarum
Punktuelle Nutzung, etwa 2 StundenEine verlängerte oder durchgehende Nutzung erhöht das Vergiftungsrisiko stark.
Ausreichend belüfteter RaumEine unvollständige Verbrennung, mangels Luft, setzt Kohlenmonoxid frei.
Niemals zum SchlafenDie ersten Vergiftungsanzeichen (Schläfrigkeit, Kopfschmerzen) bleiben im Schlaf unbemerkt.
Kohlenmonoxidmelder als ErgänzungZusätzlich zum Rauchmelder, der bereits in jeder Wohnung Pflicht ist.

Kohlenmonoxid: das einzige echte Verbot

Kohlenmonoxid (CO) ist ein geruchloses, farbloses, nicht reizendes Gas: man riecht es nicht, sieht es nicht, es brennt nicht in den Augen. Das macht es gefährlich. Laut dem für Gesundheit zuständigen Ministerium ist es in Frankreich die häufigste Todesursache durch versehentliche Vergiftung im Haushalt, mit etwa 3.000 vergifteten Personen jährlich.

Was niemals getan werden darf: ein Notstromaggregat oder einen Grill im Inneren benutzen, die Luftein- und -auslässe einer Wohnung verschließen (auch bei großer Kälte), oder ein Verbrennungsheizgerät die ganze Nacht in einem geschlossenen Raum laufen lassen.

Die Behörden empfehlen, mindestens 10 Minuten täglich zu lüften, auch mitten im Winter, und die Lüftungssysteme in gutem Zustand zu halten.

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Häufig gestellte Fragen

Darf man ein Gas- oder Petroleum-Zusatzheizgerät durchgehend nutzen?

Nein. Die Gesundheitsbehörden empfehlen eine punktuelle Nutzung, begrenzt auf etwa 2 Stunden, und nur in ausreichend belüfteten Räumen. Diese Geräte dürfen niemals durchgehend laufen, auch nicht in einem geschlossenen, unbelüfteten Raum.

Muss man alle Luftöffnungen schließen, um die Wärme zu halten?

Nein, niemals vollständig. Die Gesundheitsbehörden erinnern daran, dass Luftein- und -auslässe niemals verschlossen werden dürfen, selbst bei großer Kälte, und dass mindestens 10 Minuten täglich gelüftet werden muss, auch im Winter.

Was sind die Anzeichen einer Kohlenmonoxidvergiftung?

Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und ungewöhnliche Müdigkeit, die mehrere Haushaltsmitglieder gleichzeitig betreffen, sollten alarmieren. Da Kohlenmonoxid geruchlos und farblos ist, sind diese Symptome oft das einzige Warnsignal. Im Zweifel gehen Sie an die frische Luft und rufen Sie 15 oder 112 an.

Quellen

  1. Präfektur Nord, Kohlenmonoxid und Zusatzheizgeräte: die richtigen Maßnahmen.
  2. Für Gesundheit zuständiges Ministerium, Kohlenmonoxidvergiftungen.

Bei unerklärlichem Unwohlsein, das mehrere Personen gleichzeitig betrifft, gehen Sie sofort an die frische Luft und rufen Sie 15 oder 112 an.