Ratgeber · Familiäre Vorsorge

Ihre Kinder und Notfälle: Schule, zu Hause, Schulweg

Der natürlichste Reflex — loszulaufen, um sein Kind zu holen — ist auch der, von dem die Behörden abraten. Hier erfahren Sie warum, und wie Sie Ihre Kinder vorbereiten, ohne sie zu beunruhigen.

Aktualisiert am 13. September 2026Lesezeit: 7 Min.Offizielle Quellen am Seitenende
Kurz gefasst

Holen Sie während eines Alarms Ihr Kind nicht von der Schule ab: Die Einrichtung wendet ihren PPMS (schulischer Sicherheitsplan, verpflichtend seit dem Runderlass vom 8. Juni 2023) an und bringt die Schüler vor Ort in Sicherheit. Sich fortzubewegen setzt Sie Gefahren aus und verstopft Straßen und Telefonleitungen, die die Rettungskräfte benötigen. Das bestvorbereitete Kind kennt seine Adresse, die Telefonnummer eines Elternteils und den Namen des familiären Sammelpunkts.

Der PPMS, Eltern erklärt

Der Plan particulier de mise en sûreté (PPMS) ist das Dokument, das jede französische Schule und Bildungseinrichtung aktuell halten muss. Seit dem Runderlass vom 8. Juni 2023 sind der PPMS „große Risiken“ und der PPMS „Anschlag-Eindringen“ laut Éduscol, dem Portal des Bildungsministeriums, in einem einzigen, einheitlichen Dokument zusammengefasst.

Konkret muss die Schule mindestens zwei PPMS-Übungen pro Jahr durchführen, zusätzlich zu den Brandschutzübungen: eine im September/Oktober, die andere vor den Winterferien (Februar/März), wobei jede einen anderen Aspekt betrifft. Ihre Kinder kennen also grundsätzlich bereits die richtige Handlung: sich in einem Raum einschließen, sich von Fenstern entfernen, oder auf Anweisung eines Erwachsenen der Einrichtung evakuieren.

Warum man sein Kind nicht abholen sollte

Das ist der kontraintuitivste Punkt, und einer der am besten dokumentierten von den Schulbehörden, die Familien über den PPMS informieren. Drei Gründe kommen systematisch vor:

Géorisques gibt in seinem Leitfaden zum individuellen Sicherheitsplan ein konkretes Beispiel: bei starkem Regen ist der richtige Reflex genau, nicht das Haus zu verlassen, um Kinder von der Schule abzuholen.

Altersgerecht über Risiken sprechen

AlterWas funktioniert
Kita, GrundschuleKonkrete Informationen, keine Szenarien: der Klang des Rauchmelders (mit der Testtaste), der Name eines Treffpunkts.
MittelschuleEine echte Rolle im Familienplan („du nimmst die Katze“, „du triffst deine Schwester am Punkt B“), die Verantwortung stärkt, ohne zu ängstigen.
OberstufeLebensrettende Maßnahmen (grundlegende Erste Hilfe) und der Grund für offizielle Anweisungen, damit sie diese auch in Ihrer Abwesenheit befolgen.

In jedem Fall geht es nicht darum, Angst zu machen, sondern das Kind handlungsfähig zu machen: ein Kind, das weiß, was zu tun ist, ist ruhiger, nicht ängstlicher.

Was ein Kind auswendig wissen sollte

  1. Seine vollständige Adresse

    Einschließlich der Stadt, nützlich, wenn es sie einem Erwachsenen geben muss, der es nicht kennt.

  2. Eine Telefonnummer eines Elternteils

    Auswendig gelernt, nicht nur in einem Telefon gespeichert, das leer oder nicht vorhanden sein könnte.

  3. Der Name des familiären Sammelpunkts

    Der, den Sie in Ihrem familiären Sicherheitsplan gewählt haben.

Fehler, die zu vermeiden sind

Mit LASTLINE

Ein Platz für jedes Kind im Haushaltsplan

LASTLINE ersetzt nicht den PPMS der Schule. Im familiären Rahmen kann die App Ihnen helfen:

Der Status eines Kindes muss von einem Erwachsenen bestätigt werden: LASTLINE ersetzt nicht die Wachsamkeit eines Elternteils.

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Häufig gestellte Fragen

Darf ich mein Kind während eines Alarms von der Schule abholen?

Nein, das wird nicht empfohlen. Die Schule wendet ihren PPMS an und bringt die Schüler vor Ort in Sicherheit. Sich fortzubewegen setzt Sie und Ihr Kind Gefahren aus und behindert den Einsatz der Rettungskräfte. Die Behörden bitten außerdem darum, die Schule nicht anzurufen, um die Leitungen nicht zu blockieren.

Ist der PPMS in Schulen verpflichtend?

Ja. Seit dem Runderlass vom 8. Juni 2023 muss jede Schule und Bildungseinrichtung über einen einheitlichen PPMS verfügen, der sowohl große Risiken als auch die Bedrohung durch Anschläge und Eindringlinge abdeckt, mit mindestens zwei Übungen pro Jahr.

Wie spricht man mit einem Kind über Risiken, ohne es zu ängstigen?

Indem man konkrete Informationen statt Katastrophenszenarien gibt: der Klang des Rauchmelders, der Name des Sammelpunkts, die Nummer eines Elternteils. Ein Kind, das seine Rolle kennt, ist beruhigt, nicht ängstlich.

Was sollte ein Kind auswendig wissen?

Seine vollständige Adresse, den Vornamen und die Telefonnummer mindestens eines Elternteils, und den Namen des familiären Sammelpunkts. Ab der Grundschule kann es auch seine eigene Rolle im Familienplan kennen.

Quellen

  1. Éduscol (Bildungsministerium), Sicherheit von Schulen und Einrichtungen gewährleisten, Februar 2026.
  2. Géorisques, Der individuelle Sicherheitsplan.

Bei einem echten Alarm an einer Schule folgen Sie stets den direkt von der Schule oder den Behörden übermittelten Anweisungen.