Ratgeber · Familiäre Vorsorge

Einen älteren oder pflegebedürftigen Angehörigen im Notfall schützen

Zwei offizielle Systeme sorgen dafür, dass ein älterer oder pflegebedürftiger Elternteil vorrangig erkannt und kontaktiert wird, auch wenn Sie nicht in der Nähe wohnen. So aktivieren Sie sie.

Aktualisiert am 13. September 2026Lesezeit: 7 Min.Offizielle Quellen am Seitenende
Kurz gefasst

Zwei kostenlose Schritte schützen einen älteren oder pflegebedürftigen Angehörigen: die Anmeldung im Gemeinderegister für gefährdete Personen (Rathaus oder CCAS, Artikel L121-6-1 des Code de l'action sociale et des familles), die bei einer Hitzewelle oder einem außergewöhnlichen Ereignis eine vorrangige Kontaktaufnahme auslöst; und, falls die Person von einem medizinischen Gerät abhängt, die Registrierung als Hochrisikopatient bei der ARS, um von Enedis vor einer geplanten Stromabschaltung benachrichtigt zu werden. Ein Kind oder eine Pflegeperson kann diese Schritte stellvertretend übernehmen.

Das Gemeinderegister für gefährdete Personen

Jede französische Gemeinde führt ein namentliches Register gefährdeter Personen, vorgesehen durch Artikel L121-6-1 des Code de l'action sociale et des familles und präzisiert durch das Dekret Nr. 2004-926 vom 1. September 2004. Es ermöglicht den Gemeindediensten oder dem CCAS (kommunales Sozialzentrum), registrierte Personen bei Auslösung des Hitzewellenplans oder eines anderen außergewöhnlichen Ereignisses schnell zu kontaktieren.

FrageAntwort
Wer kann sich anmelden?Personen ab 65 Jahren zu Hause, Personen ab 60 Jahren mit anerkannter Arbeitsunfähigkeit, und erwachsene Menschen mit Behinderung.
Wer stellt den Antrag?Die Person selbst oder ein Dritter: Kind, Pflegeperson, Nachbar, Arzt.
Wie?Rathaus oder CCAS, per Telefon, Post, online oder vor Ort. Kostenloser Vorgang.
Was das auslöstEine Kontaktaufnahme durch die Gemeindedienste sobald der Alarmplan aktiviert wird, um nachzufragen oder Hilfe anzubieten.

Wohnt Ihr Angehöriger in einer anderen Stadt als Sie, erfolgt die Anmeldung bei dessen Rathaus, nicht bei Ihrem.

Der Hochrisikopatient (Enedis)

Ist Ihr Angehöriger von einem elektrischen medizinischen Gerät abhängig, existiert ein zweites System. Der Status Hochrisikopatient (PHRV) richtet sich laut Enedis an Personen an einem Beatmungsgerät mit einer Batterieautonomie von 4 Stunden oder weniger pro Tag, sowie an Kinder mit häuslicher parenteraler Ernährung.

Um ihn zu erhalten, muss man sich bei der regionalen Gesundheitsbehörde (ARS) seines Departements melden; der Antrag ist jährlich zu erneuern. Nach der Registrierung benachrichtigt Enedis bei einer geplanten Abschaltung (Bauarbeiten) individuell schriftlich fünf Tage im Voraus, mit dem voraussichtlichen Datum und der Uhrzeit. Dieses System deckt keine versehentlichen Ausfälle ab, die naturgemäß unvorhersehbar bleiben.

Was dieser Status nicht bietet: weder ein Notstromaggregat noch eine Ersatzbatterie. Für einen Angehörigen mit sehr hohem Vitalrisiko bleibt eine autonome Stromversorgungslösung mit dem medizinischen Team unerlässlich.

Der Medikamentenvorrat

Über die beiden offiziellen Systeme hinaus verringern einige einfache Kontrollen das Risiko bei einem Ausfall oder einer Isolation von einigen Tagen:

Aus der Ferne helfen

Wenn man nicht in der Nähe wohnt, bleibt die Anmeldung bei den beiden offiziellen Registern die Grundlage: Sie lösen im Ereignisfall eine lokale Kontaktaufnahme aus. Ergänzend hilft ein einfaches Netzwerk, die Stunden bis zum Eingreifen eines offiziellen Dienstes zu überbrücken:

Fehler, die zu vermeiden sind

Mit LASTLINE

Auf einen Blick sehen, dass es Ihrem Angehörigen gut geht

Die oben genannten offiziellen Register bleiben die Grundlage: Sie lösen einen lokalen Einsatz aus. Ergänzend kann LASTLINE Ihnen helfen, wenn Ihr Angehöriger die App selbst installiert:

Dies setzt voraus, dass Ihr Angehöriger die App selbst installiert und nutzt: LASTLINE überwacht niemanden ohne dessen Wissen.

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Häufig gestellte Fragen

Wie meldet man einen Elternteil im Gemeinderegister für gefährdete Personen an?

Durch Kontaktaufnahme mit dem Rathaus oder CCAS (kommunales Sozialzentrum) am Wohnort Ihres Angehörigen, per Telefon, Post, online oder vor Ort. Die Anmeldung ist kostenlos und kann von Dritten (Kind, Pflegeperson, Arzt) vorgenommen werden, wenn die Person es nicht selbst tun kann.

Wer kann sich im Gemeinderegister anmelden?

Personen ab 65 Jahren, die zu Hause wohnen, Personen ab 60 Jahren, die als arbeitsunfähig anerkannt sind, und Erwachsene mit Behinderung, gemäß Artikel L121-6-1 des Code de l'action sociale et des familles.

Was ist ein Hochrisikopatient?

Ein Enedis-Status für Personen an einem Beatmungsgerät mit einer Batterieautonomie von 4 Stunden oder weniger pro Tag, oder für Kinder mit häuslicher parenteraler Ernährung. Die Anmeldung erfolgt bei der regionalen Gesundheitsbehörde (ARS) und wird jährlich erneuert.

Wird ein Hochrisikopatient vor einem Stromausfall benachrichtigt?

Bei einer geplanten Abschaltung (Bauarbeiten) benachrichtigt Enedis fünf Tage im Voraus schriftlich mit dem voraussichtlichen Datum und der Uhrzeit. Dieses System deckt keine ungeplanten, versehentlichen Ausfälle ab.

Quellen

  1. Légifrance, Artikel L121-6-1 des Code de l'action sociale et des familles.
  2. Légifrance, Dekret Nr. 2004-926 vom 1. September 2004.
  3. Enedis, Hochrisikopatient: wie man sich registriert.
  4. Regionale Gesundheitsbehörde, Hochrisikopatient: zu befolgende Schritte.

Die genauen Modalitäten (Formulare, Kontakte) können von Gemeinde zu Gemeinde oder von ARS-Region zu ARS-Region variieren: erkundigen Sie sich bei der Ihres Angehörigen.